Gallus Zentrum Jugendkultur und neue Medien
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Geschichte

 
 
  In der letzten Hälfte des vorigen Jahrhunderts entstand auf freiem Feld eines der großen Industrieviertel Frankfurt. Großbetriebe wie die Adlerwerke, T&N und Siemens prägten das Bild genauso wie die großen Arbeitersiedlungen. Viele Gastarbeiter ließen sich seit den 60-er Jahren hier nieder, der Ausländeranteil beträgt heute knapp 50%, in den Schulen liegt er bei über 80%.
Derzeit erlebt das Gallusviertel einen einschneidenden Strukturwandel. Die Industriebetriebe schließen oder lagern die Produktion aus, statt dessen breiten sich Banken und Dienstleistungsgewerbe immer stärker aus. In den ehemaligen Adlerwerken beispielsweise, die nach ihrem Umbau Gallus Park heißen gibt es nun Arbeitsplätze für etwa 4.000 Dienstleister (DB-Verwaltung, Werbeagenturen etc.). Billiger Wohnraum wird ebenso knapp wie Industriearbeitsplätze, das Konfliktpotential im Stadtteil wächst.
 
 
 
In einer alten Autoglaserei gründeten Studenten 1977 den Verein Gallus Zentrum –Internationale Solidarität-, um den Arbeitern und Immigranten des Viertels einen Ort der Verständigung und des kulturellen Austauschs zu geben. Dieser Begegnungscharakter hat sich bis heute gehalten, was sich geändert hat ist das Medium. Wurde bis in die neunziger Jahre hinein eine sehr erfolgreiche Theaterarbeit mit vorwiegend italienischen Jugendlichen durchgeführt, aus der u.a. das Gallus Theater als professionelles Theater hervorging, so
 
  setzte man ab 1992 verstärkt auf die Neuen Medien.
Die Videoabteilung wurde 1992 gegründet und mit der Einstellung des Filmemachers, Medienpädagogen und Soziologen Bernhard Kayser personell abgesichert. Heute arbeiten 2 hauptamtliche und 10 Honorarkräfte im Bereich Jugendkultur und Neue Medien im Gallus Zentrum.
 
Gallus Zentrum, Krifteler Strasse 55, 60326 Frankfurt am Main - Telefon: 069 - 7380037, Telefax: 069 - 97390011